Toyota gewinnt die 6 Stunden von Fuji 2013 auf dem Fuji Speedway. Der #7 Toyota TS030 Hybrid von Toyota Gazoo Racing legt in 2:56 Stunden 16 Runden zurück — eine Renndistanz von 73 km. Am Steuer: Alexander Wurz, Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt nur 1,901 s. Die höchste Einzelrunden-Pace fuhr Audi — gewonnen hat Toyota. Tempo und Ergebnis fallen nicht immer zusammen.
Das Rennen ging nicht über die volle Distanz: Die Flagge fällt nach 2:56 Stunden statt der angesetzten 6 Stunden. Distanz und Durchschnittstempo unten beziehen sich auf dieses verkürzte Rennen.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 1 Führungswechsel zwischen 2 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse LMP1. Im engsten Moment trennten Erster und Zweiter nur 1,9 s. In 2 von 2 gemessenen Stunden lag der Abstand unter 30 Sekunden.
Das ist ein echtes Duell auf Sichtweite — kein einsames Fahren an der Spitze.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: Audi (117,7 km/h), Toyota (105,2 km/h), Lola (103,2 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse LMP1 liegen 14,5 km/h. Eine deutliche Spreizung. Auf dieser Strecke treten die Konzeptunterschiede klar zutage.

Abbildung 1 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Zuverlässigkeit nach Klassen
Alle 29 Fahrzeuge werden gewertet. Ein Rennen ohne einen einzigen Ausfall ist selten und sagt viel über seinen Verlauf.
Standfestigkeit entscheidet hier nichts — das Ergebnis fällt allein über Pace und Strategie.
Abbildung 2 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #1 Audi mit 1,221. Der Sieger #7 steht hier nicht an der Spitze. Streckenposition und Strategie führten zu einem Ergebnis, das reine Effizienz nicht allein erklärt.

Abbildung 3 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #1 Audi (Audi Sport Team Joest): 2:04.095 bei 132,4 km/h. Besatzung: André Lotterer, Benoit Tréluyer und Marcel Fässler.
Zwischen LMP1 und LMP2 liegt ein Pace-Abstand von 4,1 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — LMP1: #7 Toyota (Toyota Gazoo Racing), LMP2: #35 Morgan (OAK Racing), LMGTE Pro: #97 Aston Martin (Aston Martin Racing), LMGTE Am: #95 Aston Martin (Aston Martin Racing).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 24,9 km/h über 73 km. Auf einer Runde von 4,563 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2013 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.



