Porsche gewinnt die Rolex 24 von Daytona 2026 auf dem Daytona International Speedway. Der #7 Porsche 963 von Porsche Penske Motorsport legt in 24 Stunden 705 Runden zurück — eine Renndistanz von 4.039 km. Am Steuer: Felipe Nasr, Julien Andlauer und Laurin Heinrich. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt nur 1,569 s — ein Zielsprint nach einem kompletten Langstreckenrennen. Der schnellste Hersteller stellt auch den Sieger.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 15 Führungswechsel zwischen 6 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse GTP.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: Porsche (214,1 km/h), Cadillac (214,1 km/h), Acura (214,0 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse GTP liegen 3,2 km/h. Eine deutliche Spreizung. Auf dieser Strecke treten die Konzeptunterschiede klar zutage.

Abbildung 1 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Wer die Distanz durchhielt
Die offizielle Wertung führt jeden Starter als gewertet und weist damit keine Ausfälle aus. Wir messen deshalb, wie weit ein Fahrzeug tatsächlich gekommen ist: Als “volle Distanz” zählt, wer mindestens 95 % der Runden seines Klassensiegers geschafft hat.
Nach diesem Maß halten 48 von 60 Fahrzeugen durch (80 %). Am besten kommt GTD Pro mit 87 % durch, am schlechtesten GTD mit 76 %. Im Mittel legt ein Fahrzeug 92 % der Siegdistanz zurück.

Abbildung 2 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #6 Porsche mit 1,023. Der Sieger #7 steht hier nicht an der Spitze. Streckenposition und Strategie führten zu einem Ergebnis, das reine Effizienz nicht allein erklärt.

Abbildung 3 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Nacht gegen Tag
Die Fahrzeuge der Topklasse fahren am Tag im Mittel 212,5 km/h, in der Nacht 212,2 km/h. Die Differenz beträgt 0,33 km/h — zugunsten des Tages.
Anders gesagt: kein messbarer Nachteffekt. Dunkelheit kostet Konzentration und erschwert das Lesen des Verkehrs — langsamer macht sie moderne Prototypen nicht.

Abbildung 4 stellt beide Phasen nebeneinander.
Die Schlussphase
In der letzten Stunde halten 50 % des Feldes ihre Position im Rahmen von ±1 Platz (n = 60). Die Schlussstunde blieb unruhig, quer durchs Feld wechselten Positionen. Die größte Einzelbewegung gelingt #11: 31 Plätze zurück.

Abbildung 5 zeigt, wie ruhig der Schluss wirklich war.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #6 Porsche (Porsche Penske Motorsport): 1:35.826 bei 215,2 km/h. Besatzung: Laurens Vanthoor, Kevin Estre und Matt Campbell.
Zwischen GTP und LMP2 liegt ein Pace-Abstand von 3,8 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — GTP: #7 Porsche (Porsche Penske Motorsport), LMP2: #04 Oreca (Crowdstrike Racing by APR), GTD Pro: #1 BMW (Paul Miller Racing), GTD: #57 Mercedes-Benz (WINWARD RACING).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 168,1 km/h über 4.039 km. Auf einer Runde von 5,729 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2026 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.






