Porsche gewinnt die 6 Stunden von Bahrain 2015 auf dem Bahrain International Circuit. Der #18 Porsche 919 Hybrid von Porsche Team legt in 6 Stunden 199 Runden zurück — eine Renndistanz von 1.077 km. Am Steuer: Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt 0 Runden — ein klarer, kontrollierter Sieg. Der schnellste Hersteller stellt auch den Sieger.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 2 Führungswechsel zwischen 3 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse LMP1. Im engsten Moment trennten Erster und Zweiter nur 0,5 s. In 4 von 4 gemessenen Stunden lag der Abstand unter 30 Sekunden.
Das ist ein echtes Duell auf Sichtweite — kein einsames Fahren an der Spitze.

Abbildung 1 zeigt, wie sich dieser Abstand über die Distanz bewegt hat.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: Porsche (190,3 km/h), Audi (189,8 km/h), Toyota (186,3 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse LMP1 liegen 12,8 km/h. Eine deutliche Spreizung. Auf dieser Strecke treten die Konzeptunterschiede klar zutage.

Abbildung 2 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Wer die Distanz durchhielt
Die offizielle Wertung führt jeden Starter als gewertet und weist damit keine Ausfälle aus. Wir messen deshalb, wie weit ein Fahrzeug tatsächlich gekommen ist: Als “volle Distanz” zählt, wer mindestens 95 % der Runden seines Klassensiegers geschafft hat.
Nach diesem Maß halten 27 von 32 Fahrzeugen durch (84 %). Am besten kommt LMGTE Pro mit 100 % durch, am schlechtesten LMP1 mit 56 %. Im Mittel legt ein Fahrzeug 98 % der Siegdistanz zurück.

Abbildung 3 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #18 Porsche mit 1,080. Das ist zugleich der Siegerwagen — Tempo und Standfestigkeit kamen aus einem Paket.

Abbildung 4 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Die Schlussphase
In der letzten Stunde halten 100 % des Feldes ihre Position im Rahmen von ±1 Platz (n = 32). Das Rennen war lange vor der Zielflagge entschieden.

Abbildung 5 zeigt, wie ruhig der Schluss wirklich war.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #18 Porsche (Porsche Team): 1:41.893 bei 191,2 km/h. Besatzung: Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb.
Zwischen LMP1 und LMP2 liegt ein Pace-Abstand von 7,9 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — LMP1: #18 Porsche (Porsche Team), LMP2: #26 Ligier (G-Drive Racing), LMGTE Pro: #92 Porsche (Porsche Team Manthey), LMGTE Am: #98 Aston Martin (Aston Martin Racing).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 179,1 km/h über 1.077 km. Auf einer Runde von 5,412 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2015 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.




