Audi gewinnt die 6 Stunden von Austin 2013 auf dem Circuit of the Americas. Der #2 Audi R18 e-tron quattro von Audi Sport Team Joest legt in 6 Stunden 187 Runden zurück — eine Renndistanz von 1.031 km. Am Steuer: Tom Kristensen, Loïc Duval und Allan Mcnish. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt 23,6 s, knapp genug, um das Ergebnis lange offen zu halten. Der schnellste Hersteller stellt auch den Sieger.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 3 Führungswechsel zwischen 2 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse LMP1. Im engsten Moment trennten Erster und Zweiter nur 1,8 s. In 4 von 6 gemessenen Stunden lag der Abstand unter 30 Sekunden.
Das ist ein echtes Duell auf Sichtweite — kein einsames Fahren an der Spitze.

Abbildung 1 zeigt, wie sich dieser Abstand über die Distanz bewegt hat.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: Audi (184,5 km/h), Toyota (182,6 km/h), Lola (180,0 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse LMP1 liegen 4,5 km/h. Eine deutliche Spreizung. Auf dieser Strecke treten die Konzeptunterschiede klar zutage.

Abbildung 2 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Wer die Distanz durchhielt
Die offizielle Wertung führt jeden Starter als gewertet und weist damit keine Ausfälle aus. Wir messen deshalb, wie weit ein Fahrzeug tatsächlich gekommen ist: Als “volle Distanz” zählt, wer mindestens 95 % der Runden seines Klassensiegers geschafft hat.
Nach diesem Maß halten 23 von 28 Fahrzeugen durch (82 %). Am besten kommt LMP1 mit 100 % durch, am schlechtesten LMGTE Pro mit 71 %. Im Mittel legt ein Fahrzeug 96 % der Siegdistanz zurück.

Abbildung 3 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #2 Audi mit 1,013. Das ist zugleich der Siegerwagen — Tempo und Standfestigkeit kamen aus einem Paket.

Abbildung 4 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Die Schlussphase
In der letzten Stunde halten 96 % des Feldes ihre Position im Rahmen von ±1 Platz (n = 28). Das Rennen war lange vor der Zielflagge entschieden. Die größte Einzelbewegung gelingt #91 Porsche: 3 Plätze nach vorn.

Abbildung 5 zeigt, wie ruhig der Schluss wirklich war.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #1 Audi (Audi Sport Team Joest): 1:47.375 bei 184,9 km/h. Besatzung: André Lotterer, Benoit Tréluyer und Marcel Fässler.
Zwischen LMP1 und LMP2 liegt ein Pace-Abstand von 7,5 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — LMP1: #2 Audi (Audi Sport Team Joest), LMP2: #26 Oreca (G-Drive Racing), LMGTE Pro: #99 Aston Martin (Aston Martin Racing), LMGTE Am: #96 Aston Martin (Aston Martin Racing).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 171,6 km/h über 1.031 km. Auf einer Runde von 5,513 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2013 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.



