Rebellion gewinnt die 6 Stunden von Austin 2020 auf dem Circuit of the Americas. Der #1 Rebellion R13 von Rebellion Racing legt in 6 Stunden 189 Runden zurück — eine Renndistanz von 1.042 km. Am Steuer: Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt 51,5 s. Der schnellste Hersteller stellt auch den Sieger.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 2 Führungswechsel zwischen 2 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse LMP1. Im engsten Moment trennten Erster und Zweiter nur 23,7 s. In 2 von 6 gemessenen Stunden lag der Abstand unter 30 Sekunden.
Der Führende war nie außer Reichweite, doch der Druck kam in Wellen statt über die volle Distanz.

Abbildung 1 zeigt, wie sich dieser Abstand über die Distanz bewegt hat.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: Rebellion (181,2 km/h), Toyota (178,4 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse LMP1 liegen 2,8 km/h. Eine deutliche Spreizung. Auf dieser Strecke treten die Konzeptunterschiede klar zutage.

Abbildung 2 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Zuverlässigkeit nach Klassen
Alle 30 Fahrzeuge werden gewertet. Ein Rennen ohne einen einzigen Ausfall ist selten und sagt viel über seinen Verlauf.
Standfestigkeit entscheidet hier nichts — das Ergebnis fällt allein über Pace und Strategie.
Abbildung 3 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #1 Rebellion mit 1,014. Das ist zugleich der Siegerwagen — Tempo und Standfestigkeit kamen aus einem Paket.

Abbildung 4 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Die Schlussphase
In der letzten Stunde halten 83 % des Feldes ihre Position im Rahmen von ±1 Platz (n = 30). Die Reihenfolge stand weitgehend, einzelne Duelle liefen jedoch bis zum Schluss. Die größte Einzelbewegung gelingt #29 Oreca: 3 Plätze zurück.

Abbildung 5 zeigt, wie ruhig der Schluss wirklich war.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #1 Rebellion (Rebellion Racing): 1:49.503 bei 181,2 km/h. Besatzung: Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato.
Zwischen LMP1 und LMP2 liegt ein Pace-Abstand von 3,5 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — LMP1: #1 Rebellion (Rebellion Racing), LMP2: #22 Oreca (United Autosports), LMGTE Pro: #95 Aston Martin (Aston Martin Racing), LMGTE Am: #90 Aston Martin (TF Sport).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 172,9 km/h über 1.042 km. Auf einer Runde von 5,513 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2019-2020 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.


