Toyota gewinnt die 6 Stunden von Imola 2024 auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari. Der #7 Toyota GR010 Hybrid von Toyota Gazoo Racing legt in 6 Stunden 205 Runden zurück — eine Renndistanz von 1.006 km. Am Steuer: Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt 7,1 s, knapp genug, um das Ergebnis lange offen zu halten. Die höchste Einzelrunden-Pace fuhr Ferrari — gewonnen hat Toyota. Tempo und Ergebnis fallen nicht immer zusammen.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 5 Führungswechsel zwischen 5 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse HYPERCAR. Im engsten Moment trennten Erster und Zweiter nur 2,2 s. In 5 von 6 gemessenen Stunden lag der Abstand unter 30 Sekunden.
Das ist ein echtes Duell auf Sichtweite — kein einsames Fahren an der Spitze.

Abbildung 1 zeigt, wie sich dieser Abstand über die Distanz bewegt hat.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: Ferrari (191,4 km/h), Toyota (190,7 km/h), Cadillac (190,4 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse HYPERCAR liegen 3,8 km/h. Eine deutliche Spreizung. Auf dieser Strecke treten die Konzeptunterschiede klar zutage.

Abbildung 2 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Zuverlässigkeit nach Klassen
4 von 37 Fahrzeugen erreichen das Ziel nicht — eine Ausfallquote von 11 %. Die Ausfälle verteilen sich gleichmäßig: Jede Klasse verliert ungefähr denselben Anteil ihres Feldes.
Auf dieser Distanz ist Standfestigkeit selbst ein Ergebnis. Ein Auto, das steht, punktet nicht — egal, wie schnell es war.

Abbildung 3 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #50 Ferrari mit 1,046. Der Sieger #7 steht hier nicht an der Spitze. Streckenposition und Strategie führten zu einem Ergebnis, das reine Effizienz nicht allein erklärt.

Abbildung 4 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Die Schlussphase
In der letzten Stunde halten 65 % des Feldes ihre Position im Rahmen von ±1 Platz (n = 37). Die Schlussstunde blieb unruhig, quer durchs Feld wechselten Positionen. Die größte Einzelbewegung gelingt #99 Porsche: 21 Plätze zurück.

Abbildung 5 zeigt, wie ruhig der Schluss wirklich war.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #50 Ferrari (Ferrari AF Corse): 1:31.794 bei 192,5 km/h. Besatzung: Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen.
Zwischen HYPERCAR und LMGT3 liegt ein Pace-Abstand von 10,2 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — HYPERCAR: #7 Toyota (Toyota Gazoo Racing), LMGT3: #31 BMW (Team WRT).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 167,4 km/h über 1.006 km. Auf einer Runde von 4,909 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2024 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.








