Porsche gewinnt die 6 Stunden von Mexiko-Stadt 2017 auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez. Der #2 Porsche 919 Hybrid von Porsche LMP Team legt in 6 Stunden 240 Runden zurück — eine Renndistanz von 1.033 km. Am Steuer: Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt 7,1 s, knapp genug, um das Ergebnis lange offen zu halten. Der schnellste Hersteller stellt auch den Sieger.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 0 Führungswechsel zwischen 1 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse LMP1. Im engsten Moment trennten Erster und Zweiter nur 1,1 s. In 6 von 6 gemessenen Stunden lag der Abstand unter 30 Sekunden.
Das ist ein echtes Duell auf Sichtweite — kein einsames Fahren an der Spitze.

Abbildung 1 zeigt, wie sich dieser Abstand über die Distanz bewegt hat.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: Porsche (180,6 km/h), Toyota (179,4 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse LMP1 liegen 1,1 km/h. Ein enges Feld — die Balance of Performance greift.

Abbildung 2 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Zuverlässigkeit nach Klassen
1 von 26 Fahrzeugen erreichen das Ziel nicht — eine Ausfallquote von 4 %. Am härtesten trifft es LMGTE Pro mit 12 %, am besten kommt LMGTE Am mit 0 % durch.
Auf dieser Distanz ist Standfestigkeit selbst ein Ergebnis. Ein Auto, das steht, punktet nicht — egal, wie schnell es war.

Abbildung 3 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #2 Porsche mit 1,006. Das ist zugleich der Siegerwagen — Tempo und Standfestigkeit kamen aus einem Paket.

Abbildung 4 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Die Schlussphase
In der letzten Stunde halten 92 % des Feldes ihre Position im Rahmen von ±1 Platz (n = 26). Das Rennen war lange vor der Zielflagge entschieden. Die größte Einzelbewegung gelingt #24 Oreca: 2 Plätze zurück.

Abbildung 5 zeigt, wie ruhig der Schluss wirklich war.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #2 Porsche (Porsche LMP Team): 1:25.730 bei 180,7 km/h. Besatzung: Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley.
Zwischen LMP1 und LMP2 liegt ein Pace-Abstand von 8,2 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — LMP1: #2 Porsche (Porsche LMP Team), LMP2: #31 Oreca (Vaillante Rebellion), LMGTE Pro: #95 Aston Martin (Aston Martin Racing), LMGTE Am: #77 Porsche (Dempsey - Proton Racing).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 172,1 km/h über 1.033 km. Auf einer Runde von 4,304 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2017 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.



