Auf 2.200 Metern Höhe verändert das Autódromo Hermanos Rodríguez, wie Motoren atmen, wie Flügel wirken und wie Bremsen kühlen.
Was sie ist
- 4,304 km, 17 Kurven
- Rund 2.200 m über dem Meer — die höchstgelegene Strecke, auf der die WEC gefahren ist
- Luftdichte etwa 25 % geringer als auf Meereshöhe
- Der Stadionabschnitt führt durch die frühere Foro-Sol-Arena
Was sie verlangt
Dünne Luft nimmt Abtrieb und Kühlung zugleich. Flügel laufen in Anstellwinkeln, die anderswo undenkbar wären, und erzeugen trotzdem weniger Grip; Kühler und Bremsschächte bewegen pro Sekunde weniger Kilogramm Luft als dieselben Bauteile in Spa.
Saugmotoren verlieren schlicht Leistung, aufgeladene und hybridisierte Pakete weniger — dafür fordern sie ihre Kühlung stärker. Dieser Unterschied ist eine der wenigen Stellen im Kalender, an denen das Motorkonzept und nicht das Chassis die Rangfolge bestimmt.
Für die Fahrer bleibt ein Auto, das auf der Geraden schnell und in langsamen Kurven widerwillig ist. Genau deshalb ist der Stadionabschnitt — langsam gefahren und fast ohne aerodynamische Hilfe — der schwerste Teil der Runde.
