Interlagos verläuft gegen den Uhrzeigersinn über 4,3 km mit Höhenunterschieden und Bodenwellen. Die kurze Runde macht Verkehr zum entscheidenden Faktor jedes WEC-Rennens.
Was sie ist
- 4,309 km, 15 Kurven, gegen den Uhrzeigersinn
- Eine der kürzesten Runden im WEC-Kalender
- Auf unebenem Gelände gebaut — der Belag arbeitet spürbar unter Last
- Austragungsort der 6 Stunden von São Paulo; frühere WEC-Gastspiele liefen unter demselben Namen
Was sie verlangt
Eine kurze Runde bei vollem Feld bedeutet Dauerverkehr. Prototypen erreichen das Ende des GT-Felds schon wenige Minuten nach Stintbeginn und bleiben dort. Entscheidend ist deshalb nicht die eine schnelle Runde, sondern möglichst wenig Verlust bei jedem einzelnen Überholvorgang.
Das Senna-S und der Anstieg zur Start-Ziel-Geraden belohnen Mut, die flache Mittelpassage eine stabile Hinterachse. Wer auf den Mittelsektor abstimmt, tut sich im S meist schwer — die schnellsten Konfigurationen sind selten die angenehmsten.
Regen kommt hier schnell und läuft im tiefsten Teil der Strecke langsam ab. Das erzeugt jene geteilten Streckenverhältnisse, die in unseren stundenweisen Pace-Kurven als plötzliche, ungleichmäßige Einbrüche auftauchen.
