Alpine gewinnt die 1000 Meilen von Sebring 2022 auf dem Sebring International Raceway. Der #36 Alpine A480 von Alpine ELF Team legt in 6 Stunden 170 Runden zurück — eine Renndistanz von 1.023 km. Am Steuer: André Negrão, Nicolas Lapierre und Matthieu Vaxiviere. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt 0 Runden — ein klarer, kontrollierter Sieg. Der schnellste Hersteller stellt auch den Sieger.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 2 Führungswechsel zwischen 2 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse HYPERCAR. Im engsten Moment trennten Erster und Zweiter nur 2,6 s. In 2 von 4 gemessenen Stunden lag der Abstand unter 30 Sekunden.
Der Führende war nie außer Reichweite, doch der Druck kam in Wellen statt über die volle Distanz.

Abbildung 1 zeigt, wie sich dieser Abstand über die Distanz bewegt hat.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: Alpine (198,7 km/h), Glickenhaus (196,8 km/h), Toyota (196,4 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse HYPERCAR liegen 2,2 km/h. Eine deutliche Spreizung. Auf dieser Strecke treten die Konzeptunterschiede klar zutage.

Abbildung 2 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Zuverlässigkeit nach Klassen
1 von 36 Fahrzeugen erreichen das Ziel nicht — eine Ausfallquote von 3 %. Am härtesten trifft es HYPERCAR mit 25 %, am besten kommt LMGTE Am mit 0 % durch.
Auf dieser Distanz ist Standfestigkeit selbst ein Ergebnis. Ein Auto, das steht, punktet nicht — egal, wie schnell es war.

Abbildung 3 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #36 Alpine mit 1,107. Das ist zugleich der Siegerwagen — Tempo und Standfestigkeit kamen aus einem Paket.

Abbildung 4 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Die Schlussphase
In der letzten Stunde halten 75 % des Feldes ihre Position im Rahmen von ±1 Platz (n = 36). Die Reihenfolge stand weitgehend, einzelne Duelle liefen jedoch bis zum Schluss. Die größte Einzelbewegung gelingt #34 Oreca: 6 Plätze nach vorn.

Abbildung 5 zeigt, wie ruhig der Schluss wirklich war.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #36 Alpine (Alpine ELF Team): 1:49.033 bei 198,7 km/h. Besatzung: André Negrão, Nicolas Lapierre und Matthieu Vaxiviere.
Zwischen HYPERCAR und LMP2 liegt ein Pace-Abstand von 1,6 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — HYPERCAR: #36 Alpine (Alpine ELF Team), LMP2: #23 Oreca (United Autosports), LMGTE Pro: #92 Porsche (Porsche GT Team), LMGTE Am: #98 Aston Martin (Northwest AMR).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 170,2 km/h über 1.023 km. Auf einer Runde von 6,019 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2022 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.




