Rebellion gewinnt die 6 Stunden von Silverstone 2018 auf dem Silverstone Circuit. Der #3 Rebellion R13 von Rebellion Racing legt in 6 Stunden 193 Runden zurück — eine Renndistanz von 1.137 km. Am Steuer: Mathias Beche, Thomas Laurent und Gustavo Menezes. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt 1 Runde — ein klarer, kontrollierter Sieg. Die höchste Einzelrunden-Pace fuhr Toyota — gewonnen hat Rebellion. Tempo und Ergebnis fallen nicht immer zusammen.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 3 Führungswechsel zwischen 2 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse LMP1. Im engsten Moment trennten Erster und Zweiter nur 1,3 s. In 5 von 5 gemessenen Stunden lag der Abstand unter 30 Sekunden.
Das ist ein echtes Duell auf Sichtweite — kein einsames Fahren an der Spitze.

Abbildung 1 zeigt, wie sich dieser Abstand über die Distanz bewegt hat.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: Toyota (212,9 km/h), Rebellion (208,7 km/h), BR Engineering (205,6 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse LMP1 liegen 14,2 km/h. Eine deutliche Spreizung. Auf dieser Strecke treten die Konzeptunterschiede klar zutage.

Abbildung 2 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Zuverlässigkeit nach Klassen
3 von 34 Fahrzeugen erreichen das Ziel nicht — eine Ausfallquote von 9 %. Am härtesten trifft es LMP1 mit 25 %, am besten kommt LMGTE Am mit 0 % durch.
Auf dieser Distanz ist Standfestigkeit selbst ein Ergebnis. Ein Auto, das steht, punktet nicht — egal, wie schnell es war.

Abbildung 3 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #7 Toyota mit 1,324. Der Sieger #3 steht hier nicht an der Spitze. Streckenposition und Strategie führten zu einem Ergebnis, das reine Effizienz nicht allein erklärt.

Abbildung 4 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Die Schlussphase
In der letzten Stunde halten 9 % des Feldes ihre Position im Rahmen von ±1 Platz (n = 34). Die Schlussstunde blieb unruhig, quer durchs Feld wechselten Positionen. Die größte Einzelbewegung gelingt #7 Toyota: 32 Plätze zurück.

Abbildung 5 zeigt, wie ruhig der Schluss wirklich war.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #7 Toyota (Toyota Gazoo Racing): 1:39.602 bei 213,3 km/h. Besatzung: Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez.
Zwischen LMP1 und LMP2 liegt ein Pace-Abstand von 5,6 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — LMP1: #3 Rebellion (Rebellion Racing), LMP2: #38 Oreca (Jackie Chan DC Racing), LMGTE Pro: #51 Ferrari (Ferrari AF Corse), LMGTE Am: #77 Porsche (Dempsey - Proton Racing).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 188,4 km/h über 1.137 km. Auf einer Runde von 5,891 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2018-2019 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.



