Porsche gewinnt die Rolex 24 von Daytona 2024 auf dem Daytona International Speedway. Der #7 Porsche 963 von Porsche Penske Motorsport legt in 23:58 Stunden 791 Runden zurück — eine Renndistanz von 4.532 km. Am Steuer: Dane Cameron, Felipe Nasr, Matt Campbell und Josef Newgarden. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt nur 2,112 s — ein Zielsprint nach einem kompletten Langstreckenrennen. Die höchste Einzelrunden-Pace fuhr Cadillac — gewonnen hat Porsche. Tempo und Ergebnis fallen nicht immer zusammen.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 12 Führungswechsel zwischen 5 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse GTP.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: Cadillac (215,4 km/h), Porsche (215,2 km/h), Acura (214,7 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse GTP liegen 0,8 km/h. Ein enges Feld — die Balance of Performance greift.

Abbildung 1 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Wer die Distanz durchhielt
Die offizielle Wertung führt jeden Starter als gewertet und weist damit keine Ausfälle aus. Wir messen deshalb, wie weit ein Fahrzeug tatsächlich gekommen ist: Als “volle Distanz” zählt, wer mindestens 95 % der Runden seines Klassensiegers geschafft hat.
Nach diesem Maß halten 39 von 59 Fahrzeugen durch (66 %). Am besten kommt GTP mit 80 % durch, am schlechtesten GTD Pro mit 62 %. Im Mittel legt ein Fahrzeug 83 % der Siegdistanz zurück.

Abbildung 2 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #31 Cadillac mit 1,085. Der Sieger #7 steht hier nicht an der Spitze. Streckenposition und Strategie führten zu einem Ergebnis, das reine Effizienz nicht allein erklärt.

Abbildung 3 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Nacht gegen Tag
Die Fahrzeuge der Topklasse fahren am Tag im Mittel 214,4 km/h, in der Nacht 214,3 km/h. Die Differenz beträgt 0,10 km/h — zugunsten des Tages.
Anders gesagt: kein messbarer Nachteffekt. Dunkelheit kostet Konzentration und erschwert das Lesen des Verkehrs — langsamer macht sie moderne Prototypen nicht.

Abbildung 4 stellt beide Phasen nebeneinander.
Die Schlussphase
In der letzten Stunde halten 95 % des Feldes ihre Position im Rahmen von ±1 Platz (n = 59). Das Rennen war lange vor der Zielflagge entschieden. Die größte Einzelbewegung gelingt #12: 3 Plätze zurück.

Abbildung 5 zeigt, wie ruhig der Schluss wirklich war.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #31 Cadillac (Whelen Engineering Cadillac Racing): 1:35.554 bei 215,9 km/h. Besatzung: Pipo Derani, Jack Aitken und Tom Blomqvist.
Zwischen GTP und LMP2 liegt ein Pace-Abstand von 4,5 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — GTP: #7 Porsche (Porsche Penske Motorsport), LMP2: #18 Oreca (Era Motorsport), GTD Pro: #62 Ferrari (Risi Competizione), GTD: #57 Mercedes-Benz (Winward Racing).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 189,0 km/h über 4.532 km. Auf einer Runde von 5,729 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2024 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.






