Porsche gewinnt die Rolex 24 von Daytona 2025 auf dem Daytona International Speedway. Der #7 Porsche 963 von Porsche Penske Motorsport legt in 24 Stunden 781 Runden zurück — eine Renndistanz von 4.474 km. Am Steuer: Laurens Vanthoor, Nick Tandy und Felipe Nasr. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt nur 1,335 s — ein Zielsprint nach einem kompletten Langstreckenrennen. Die höchste Einzelrunden-Pace fuhr BMW — gewonnen hat Porsche. Tempo und Ergebnis fallen nicht immer zusammen.
Wie der Sieg entstand
Über die Distanz zählen wir 16 Führungswechsel zwischen 8 verschiedenen Fahrzeugen der Klasse GTP.
Hersteller-Pace
Wir bewerten Pace über den Durchschnitt der schnellsten Runde je Hersteller. Das misst echtes Tempo über die Distanz statt einer einzelnen Glücksrunde. Die Reihenfolge an der Spitze: BMW (215,0 km/h), Acura (214,4 km/h), Porsche (214,0 km/h).
Zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Hersteller der Klasse GTP liegen 5,0 km/h. Eine deutliche Spreizung. Auf dieser Strecke treten die Konzeptunterschiede klar zutage.

Abbildung 1 stellt die Pace-Reihenfolge nebeneinander.
Wer die Distanz durchhielt
Die offizielle Wertung führt jeden Starter als gewertet und weist damit keine Ausfälle aus. Wir messen deshalb, wie weit ein Fahrzeug tatsächlich gekommen ist: Als “volle Distanz” zählt, wer mindestens 95 % der Runden seines Klassensiegers geschafft hat.
Nach diesem Maß halten 36 von 61 Fahrzeugen durch (59 %). Am besten kommt GTD Pro mit 73 % durch, am schlechtesten GTD mit 50 %. Im Mittel legt ein Fahrzeug 84 % der Siegdistanz zurück.

Abbildung 2 vergleicht die Klassen direkt.
Effizienz über die Distanz
Der Effizienz-Score multipliziert die mittlere Rundengeschwindigkeit mit den gefahrenen Runden und setzt das Ergebnis ins Verhältnis zum Klassenmittel. Er belohnt Fahrzeuge, die schnell und unauffällig waren. 1,000 entspricht genau dem Klassenmittel.
Den höchsten Wert erreicht #7 Porsche mit 1,242. Das ist zugleich der Siegerwagen — Tempo und Standfestigkeit kamen aus einem Paket.

Abbildung 3 sortiert die Fahrzeuge nach diesem Wert.
Nacht gegen Tag
Die Fahrzeuge der Topklasse fahren am Tag im Mittel 212,9 km/h, in der Nacht 213,2 km/h. Die Differenz beträgt 0,28 km/h — zugunsten der Nacht.
Anders gesagt: kein messbarer Nachteffekt. Dunkelheit kostet Konzentration und erschwert das Lesen des Verkehrs — langsamer macht sie moderne Prototypen nicht.

Abbildung 4 stellt beide Phasen nebeneinander.
Die Schlussphase
In der letzten Stunde halten 67 % des Feldes ihre Position im Rahmen von ±1 Platz (n = 61). Die Schlussstunde blieb unruhig, quer durchs Feld wechselten Positionen. Die größte Einzelbewegung gelingt #69: 8 Plätze zurück.

Abbildung 5 zeigt, wie ruhig der Schluss wirklich war.
Schnellste Runde und Klassenabstände
Die schnellste Einzelrunde des Rennens fährt #25 BMW (BMW M Team RLL): 1:35.868 bei 215,1 km/h. Besatzung: Rene Rast, Robin Frijns, Sheldon van der Linde und Marco Wittmann.
Zwischen GTP und LMP2 liegt ein Pace-Abstand von 2,5 s pro Runde. Diese Zahl entscheidet, wie viel Verkehr die Spitze abarbeiten muss.
Die Klassensieger — GTP: #7 Porsche (Porsche Penske Motorsport), LMP2: #22 Oreca (United Autosports), GTD Pro: #65 Ford (Ford Multimatic Motorsports), GTD: #13 Chevrolet (AWA).
Einordnung
Der Sieger fährt im Schnitt 186,3 km/h über 4.474 km. Auf einer Runde von 5,729 km ist das das Tempo, das die gesamte Strategie tragen musste.
Wir berechnen für jedes Rennen im Archiv dieselben Kennzahlen: Pace-Reihenfolge, Zuverlässigkeit nach Klassen, Führungswechsel, Siegmarge, Schlussstabilität und Effizienz. Damit wird dieser Lauf direkt vergleichbar — mit jedem anderen Rennen der Saison 2025 und mit den Jahren davor.
Alle Werte stammen aus der vollständigen Klassifikation jeder Rennstunde und werden bei jedem Build neu berechnet.







