{"author":{"@type":"Person","name":"Alexander Bock","url":"https://abxk.ai/de/autor/alexander-bock/"},"categories":["AI Productivity"],"content":{"markdown":"Die meisten schwachen KI-Antworten haben eine einfache Ursache: Im Prompt fehlte etwas, das der Assistent gebraucht hätte. Ein **Prompt** ist die Anfrage, die Sie in ein KI-Tool eingeben. Gute Prompts folgen einem Muster, das Sie an einem Nachmittag lernen können. Es besteht aus vier Bausteinen: Rolle, Aufgabe, Kontext und Format.\n\nDieser Artikel ist Teil 1 von Level 1 unseres Lernpfads AI Productivity. In Level 0 haben Sie [Ihren ersten Prompt](/de/ai-productivity/learn/your-first-prompt/) geschrieben. Jetzt lernen Sie, was jeder Baustein leistet, wann Sie ihn brauchen und wie Sie die Bausteine kombinieren. Mit den Übungen am Ende trainieren Sie an Aufgaben aus Ihrer eigenen Arbeit.\n\n## Vier Fragen, die jeder gute Prompt beantwortet\n\nStellen Sie sich einen Prompt als kurzes Briefing für eine neue Kollegin vor. Ein gutes Briefing beantwortet vier Fragen: In welcher Rolle soll sie arbeiten? Was genau soll sie tun? Was muss sie wissen? Und wie soll das fertige Ergebnis aussehen?\n\n![Vier Karten: Rolle, Aufgabe, Kontext und Format, jeweils mit der Frage, die sie beantworten, und einem kurzen Beispiel](/images/learn/de/prompting-basics-role-task-context-format-blocks.webp \"Die vier Bausteine eines Prompts und die Frage, die jeder von ihnen beantwortet.\")\n\nJeder Baustein löst ein anderes Problem. Die Tabelle zeigt, was typischerweise schiefgeht, wenn einer fehlt:\n\n| Baustein | Frage, die er beantwortet | Ohne ihn bekommen Sie oft |\n|---|---|---|\n| Rolle | Wer soll die KI sein? | Eine neutrale Stimme von der Stange |\n| Aufgabe | Was soll sie tun? | Eine Antwort auf eine Frage, die Sie nicht gestellt haben |\n| Kontext | Was muss sie wissen? | Allgemeinen Text, der zu niemandem passt |\n| Format | Wie soll das Ergebnis aussehen? | Falsche Länge, falschen Aufbau oder falschen Ton |\n\nSie brauchen nicht jedes Mal alle vier Bausteine. Nur die Aufgabe ist immer nötig. Die anderen drei sind Werkzeuge, die Sie ergänzen, wenn es auf das Ergebnis ankommt.\n\n## Aufgabe: ein klares Verb und ein Ziel\n\nDie Aufgabe sagt dem Assistenten, was er tun soll. Beginnen Sie mit einem klaren Verb: *schreiben, umformulieren, zusammenfassen, auflisten, vergleichen, erklären, übersetzen* oder *prüfen*. Nennen Sie dann den Gegenstand und, wenn möglich, das Ziel.\n\n- Vage: „Irgendwas zu unserer neuen Urlaubsregel.“\n- Klar: „Schreibe eine E-Mail, die dem Team unsere neue Regel für Urlaubsanträge erklärt.“\n\nGeben Sie am Anfang nur eine Aufgabe pro Prompt. Ist eine Aufgabe groß, teilen Sie sie auf: Lassen Sie sich zuerst eine Gliederung geben, prüfen Sie sie und bitten Sie erst dann um den ganzen Text. Kleine Schritte lassen sich leichter prüfen, und ein Fehler im ersten Schritt zieht sich nicht durch das ganze Ergebnis.\n\n## Kontext: was der Assistent nicht wissen kann\n\nDer Assistent weiß viel über die Welt, aber nichts über Ihre Lage. **Kontext** sind die Informationen, die er für genau diese Aufgabe braucht: wer das Ergebnis liest, wozu Sie es brauchen, welche Fakten er verwenden muss und welche Grenzen gelten.\n\n- **Zielgruppe:** „für neue Teammitglieder ohne technischen Hintergrund“\n- **Zweck:** „sie sollen ihren Urlaub ab nächstem Monat im neuen HR-Tool beantragen“\n- **Fakten:** „Anträge brauchen jetzt zwei Wochen Vorlauf; das Papierformular entfällt“\n- **Grenzen:** „Überstundenregeln nicht erwähnen, sie sind noch in Abstimmung“\n\nFügen Sie einen längeren Text ein, trennen Sie ihn von Ihren Anweisungen. Dafür nutzen Sie ein **Trennzeichen** (englisch *delimiter*): eine einfache Markierung wie drei Anführungszeichen (\"\"\") oder eine Zeile mit ###, die zeigt, wo der eingefügte Text beginnt und endet. So kann der Assistent Ihre Anweisungen besser von dem Material unterscheiden, mit dem er arbeiten soll.\n\nBeim Kontext rutschen auch leicht private Daten hinein. Ersetzen Sie Namen, Kundendaten und interne Zahlen durch Platzhalter wie „Kunde A“, bevor Sie etwas in ein Tool einfügen, das Ihr Unternehmen nicht freigegeben hat.\n\n{{\u003c callout type=\"tip\" title=\"Lassen Sie den Assistenten fragen\" \u003e}}\nSie wissen nicht, welcher Kontext fehlt? In Level 0 haben Sie diesen Trick als Nachfrage kennengelernt. Er funktioniert genauso gut direkt am Ende des Prompts: *„Stelle mir vor dem Start bis zu drei Fragen zu allem, was unklar ist.“* Der Assistent nennt dann die Informationen, die ihm fehlen, und Sie antworten in einer kurzen Nachricht.\n{{\u003c /callout \u003e}}\n\n## Format: das fertige Ergebnis beschreiben\n\nDas Format sagt dem Assistenten, wie das Ergebnis aussehen soll. Fehlt es, rät der Assistent — und sein Ergebnis ist oft zu lang. Werden Sie konkret bei:\n\n- **Länge:** „höchstens 150 Wörter“, „drei Sätze“, „eine Seite“\n- **Aufbau:** „Stichpunkte“, „eine Tabelle mit drei Spalten“, „Betreffzeile und kurzer Text“\n- **Ton:** „freundlich, aber nicht salopp“, „sachlich und neutral“\n- **Sprache:** „Deutsch, Sie-Form“, „einfache Wörter, kein Fachjargon“\n- **Was wegfallen soll:** „keine Einleitung“, „keine Emojis“\n\nDie stärkste Formatangabe ist oft ein Beispiel. Fügen Sie ein kurzes Muster im gewünschten Stil ein und schreiben Sie dazu: „Übernimm Aufbau und Ton dieses Beispiels, aber nicht den Inhalt.“ Ein gutes Beispiel ersetzt viele Worte Beschreibung. Level 2 zeigt, wie Sie mit mehreren Beispielen und weiteren [bewährten Prompt-Mustern](/de/ai-productivity/learn/prompt-patterns-that-work/) arbeiten.\n\n## Rolle: die Perspektive festlegen\n\nEine **Rolle** sagt dem Assistenten, aus welcher Perspektive er arbeiten soll: „Handle als erfahrene Lektorin“, „Erkläre es wie ein geduldiger Lehrer für Einsteiger“ oder „Lies dieses Angebot als skeptischer Kunde“. Die Rolle verändert die Wortwahl, den Ton und das, worauf der Assistent achtet.\n\nEine Rolle bringt allerdings kein zusätzliches Wissen. Nennen Sie den Assistenten einen Anwalt, werden seine juristischen Aussagen dadurch nicht richtig. Nutzen Sie Rollen, um eine Perspektive festzulegen, nicht um sich Autorität zu leihen. Am meisten helfen sie, wenn Sie Feedback wollen: „Lies diesen Bericht als vielbeschäftigte Führungskraft und sage mir, was unklar ist.“\n\n## Die Bausteine zusammensetzen\n\nJeder Baustein grenzt ein, was der Assistent liefern kann. Die Aufgabe allein ergibt einen brauchbaren, aber allgemeinen Text. Mit jedem weiteren Baustein passt die Antwort besser zu Ihrer Lage.\n\n![Vier ansteigende Stufen: nur die Aufgabe, dazu Kontext, dazu Format, dazu Rolle; mit jeder Stufe passt die Antwort besser](/images/learn/de/prompting-basics-role-task-context-format-ladder.webp \"Von vage zu präzise: Jeder Baustein nimmt dem Assistenten eine Art von Raten ab.\")\n\nHier ist ein vollständiger Prompt mit allen vier Bausteinen und einem Beispiel. Die Reihenfolge ist eine Gewohnheit, keine Regel. Wichtig ist, dass nichts Wesentliches fehlt.\n\n![Ein vollständiger Prompt, aufgeteilt in beschriftete Teile: Rolle, Aufgabe, Kontext, Format und Beispiel](/images/learn/de/prompting-basics-role-task-context-format-anatomy.webp \"Aufbau eines vollständigen Prompts für eine alltägliche E-Mail.\")\n\nMüssen alle Prompts so lang sein? Nein. Für schnelle, allgemeine Fragen reicht ein kurzer Prompt, etwa „Erkläre in zwei Sätzen, was eine Pivot-Tabelle ist.“ Längere Prompts lohnen sich, wenn das Ergebnis an andere geht, wenn es auf Details ankommt oder wenn die Aufgabe jede Woche wiederkehrt. Speichern Sie Ihre besten Prompts für genau diese wiederkehrenden Aufgaben. Level 3 zeigt, wie daraus [wiederverwendbare Prompt-Vorlagen](/de/ai-productivity/learn/reusable-prompt-templates-and-custom-assistants/) werden.\n\n![Zwei Spalten: wann ein kurzer Prompt reicht und wann sich ein langer Prompt lohnt](/images/learn/de/prompting-basics-role-task-context-format-short-long.webp \"Kurz oder lang? Je mehr vom Ergebnis abhängt, desto mehr Bausteine.\")\n\nDie vier Bausteine sind an kein Produkt gebunden. Sie nutzen sie in ChatGPT, Gemini oder jedem anderen Chat-Assistenten, gleich welches Modell dahintersteht. Unsere [LLM-Datenbank](/de/llm/) führt {{\u003c stat \"models\" \u003e}} Sprachmodelle, falls Sie sehen möchten, was in den Assistenten steckt. Spezialisierte Tools machen aus manchen Bausteinen Schaltflächen: In einem Schreibtool wählen Sie den Ton zum Beispiel aus einem Menü, statt ihn einzutippen.\n\n{{\u003c tools \"chatgpt google-gemini quillbot\" \u003e}}\n\n## Übungen: von vage zu vollständig\n\nÜben Sie an drei typischen Anfragen. Entscheiden Sie bei jeder, welche Bausteine fehlen. Vergleichen Sie Ihre Fassung dann mit unserer.\n\n| Vager Prompt | Es fehlt | Eine vollständige Fassung |\n|---|---|---|\n| „Schreib eine Tagesordnung.“ | Kontext, Format | „Schreibe eine Tagesordnung für ein 45-minütiges Kick-off-Meeting zum Relaunch unserer Website. Teilnehmende: Marketing, IT und eine externe Agentur. Ziele: den Zeitplan abstimmen und je Team eine Ansprechperson benennen. Eine nummerierte Liste mit Uhrzeiten.“ |\n| „Plane unseren Teamtag.“ | Kontext, Format | „Schlage einen Ablauf für einen halbtägigen Teamtag mit 12 Personen vor. Zwei Teammitglieder nutzen einen Rollstuhl, deshalb müssen alle Programmpunkte barrierefrei sein. Eine Tabelle mit drei Spalten: Uhrzeit, Programmpunkt, was zu buchen ist.“ |\n| „Prüf meine Folien.“ | Rolle, Kontext, Format | „Lies den Folientext unten als Kunde, der unser Produkt zum ersten Mal sieht. Nenne die drei Stellen, die am schwersten zu verstehen sind, jeweils mit einer einfacheren Formulierung. Folien: ### [Text] ###“ |\n\nProbieren Sie es danach mit Ihrer eigenen Arbeit:\n\n1. Wählen Sie eine echte Aufgabe aus dieser Woche.\n2. Schreiben Sie sie als einen Satz mit einem klaren Verb.\n3. Ergänzen Sie zwei, drei Zeilen Kontext.\n4. Ergänzen Sie das Format: Länge, Aufbau und Ton.\n5. Ergänzen Sie eine Rolle, wenn Sie Feedback oder eine besondere Perspektive wollen.\n6. Lassen Sie die Ein-Satz-Fassung und die vollständige Fassung laufen und vergleichen Sie beide Antworten.\n\n{{\u003c callout type=\"try\" title=\"Eine Vorlage zum Kopieren\" \u003e}}\n*„Handle als [Rolle]. [Aufgabe mit klarem Verb]. Kontext: [Zielgruppe, Zweck, Fakten, Grenzen]. Format: [Länge, Aufbau, Ton]. Stelle mir vor dem Start bis zu drei Fragen, falls etwas unklar ist.“*\n{{\u003c /callout \u003e}}\n\nFragen Sie sich beim Vergleich zwei Dinge: Welche Fassung brauchte weniger Nacharbeit? Und welcher Baustein hat bei dieser Art von Aufgabe den größten Unterschied gemacht? Die Antworten zeigen Ihnen, wo sich beim nächsten Mal Mühe lohnt.","text":"Die meisten schwachen KI-Antworten haben eine einfache Ursache: Im Prompt fehlte etwas, das der Assistent gebraucht hätte. Ein Prompt ist die Anfrage, die Sie in ein KI-Tool eingeben. Gute Prompts folgen einem Muster, das Sie an einem Nachmittag lernen können. Es besteht aus vier Bausteinen: Rolle, Aufgabe, Kontext und Format.\nDieser Artikel ist Teil 1 von Level 1 unseres Lernpfads AI Productivity. In Level 0 haben Sie Ihren ersten Prompt geschrieben. Jetzt lernen Sie, was jeder Baustein leistet, wann Sie ihn brauchen und wie Sie die Bausteine kombinieren. Mit den Übungen am Ende trainieren Sie an Aufgaben aus Ihrer eigenen Arbeit.\nVier Fragen, die jeder gute Prompt beantwortet Stellen Sie sich einen Prompt als kurzes Briefing für eine neue Kollegin vor. Ein gutes Briefing beantwortet vier Fragen: In welcher Rolle soll sie arbeiten? Was genau soll sie tun? Was muss sie wissen? Und wie soll das fertige Ergebnis aussehen?\nDie vier Bausteine eines Prompts und die Frage, die jeder von ihnen beantwortet. Jeder Baustein löst ein anderes Problem. Die Tabelle zeigt, was typischerweise schiefgeht, wenn einer fehlt:\nPrompt-Grundlagen: Rolle, Aufgabe, Kontext und Format Baustein Frage, die er beantwortet Ohne ihn bekommen Sie oft Rolle Wer soll die KI sein? Eine neutrale Stimme von der Stange Aufgabe Was soll sie tun? Eine Antwort auf eine Frage, die Sie nicht gestellt haben Kontext Was muss sie wissen? Allgemeinen Text, der zu niemandem passt Format Wie soll das Ergebnis aussehen? Falsche Länge, falschen Aufbau oder falschen Ton Sie brauchen nicht jedes Mal alle vier Bausteine. Nur die Aufgabe ist immer nötig. Die anderen drei sind Werkzeuge, die Sie ergänzen, wenn es auf das Ergebnis ankommt.\nAufgabe: ein klares Verb und ein Ziel Die Aufgabe sagt dem Assistenten, was er tun soll. Beginnen Sie mit einem klaren Verb: schreiben, umformulieren, zusammenfassen, auflisten, vergleichen, erklären, übersetzen oder prüfen. Nennen Sie dann den Gegenstand und, wenn möglich, das Ziel.\nVage: „Irgendwas zu unserer neuen Urlaubsregel.“ Klar: „Schreibe eine E-Mail, die dem Team unsere neue Regel für Urlaubsanträge erklärt.“ Geben Sie am Anfang nur eine Aufgabe pro Prompt. Ist eine Aufgabe groß, teilen Sie sie auf: Lassen Sie sich zuerst eine Gliederung geben, prüfen Sie sie und bitten Sie erst dann um den ganzen Text. Kleine Schritte lassen sich leichter prüfen, und ein Fehler im ersten Schritt zieht sich nicht durch das ganze Ergebnis.\nKontext: was der Assistent nicht wissen kann Der Assistent weiß viel über die Welt, aber nichts über Ihre Lage. Kontext sind die Informationen, die er für genau diese Aufgabe braucht: wer das Ergebnis liest, wozu Sie es brauchen, welche Fakten er verwenden muss und welche Grenzen gelten.\nZielgruppe: „für neue Teammitglieder ohne technischen Hintergrund“ Zweck: „sie sollen ihren Urlaub ab nächstem Monat im neuen HR-Tool beantragen“ Fakten: „Anträge brauchen jetzt zwei Wochen Vorlauf; das Papierformular entfällt“ Grenzen: „Überstundenregeln nicht erwähnen, sie sind noch in Abstimmung“ Fügen Sie einen längeren Text ein, trennen Sie ihn von Ihren Anweisungen. Dafür nutzen Sie ein Trennzeichen (englisch delimiter): eine einfache Markierung wie drei Anführungszeichen (\u0026quot;\u0026quot;\u0026quot;) oder eine Zeile mit ###, die zeigt, wo der eingefügte Text beginnt und endet. So kann der Assistent Ihre Anweisungen besser von dem Material unterscheiden, mit dem er arbeiten soll.\nBeim Kontext rutschen auch leicht private Daten hinein. Ersetzen Sie Namen, Kundendaten und interne Zahlen durch Platzhalter wie „Kunde A“, bevor Sie etwas in ein Tool einfügen, das Ihr Unternehmen nicht freigegeben hat.\n✦Lassen Sie den Assistenten fragen\nSie wissen nicht, welcher Kontext fehlt? In Level 0 haben Sie diesen Trick als Nachfrage kennengelernt. Er funktioniert genauso gut direkt am Ende des Prompts: „Stelle mir vor dem Start bis zu drei Fragen zu allem, was unklar ist.“ Der Assistent nennt dann die Informationen, die ihm fehlen, und Sie antworten in einer kurzen Nachricht.\nFormat: das fertige Ergebnis beschreiben Das Format sagt dem Assistenten, wie das Ergebnis aussehen soll. Fehlt es, rät der Assistent — und sein Ergebnis ist oft zu lang. Werden Sie konkret bei:\nLänge: „höchstens 150 Wörter“, „drei Sätze“, „eine Seite“ Aufbau: „Stichpunkte“, „eine Tabelle mit drei Spalten“, „Betreffzeile und kurzer Text“ Ton: „freundlich, aber nicht salopp“, „sachlich und neutral“ Sprache: „Deutsch, Sie-Form“, „einfache Wörter, kein Fachjargon“ Was wegfallen soll: „keine Einleitung“, „keine Emojis“ Die stärkste Formatangabe ist oft ein Beispiel. Fügen Sie ein kurzes Muster im gewünschten Stil ein und schreiben Sie dazu: „Übernimm Aufbau und Ton dieses Beispiels, aber nicht den Inhalt.“ Ein gutes Beispiel ersetzt viele Worte Beschreibung. Level 2 zeigt, wie Sie mit mehreren Beispielen und weiteren bewährten Prompt-Mustern arbeiten.\nRolle: die Perspektive festlegen Eine Rolle sagt dem Assistenten, aus welcher Perspektive er arbeiten soll: „Handle als erfahrene Lektorin“, „Erkläre es wie ein geduldiger Lehrer für Einsteiger“ oder „Lies dieses Angebot als skeptischer Kunde“. Die Rolle verändert die Wortwahl, den Ton und das, worauf der Assistent achtet.\nEine Rolle bringt allerdings kein zusätzliches Wissen. Nennen Sie den Assistenten einen Anwalt, werden seine juristischen Aussagen dadurch nicht richtig. Nutzen Sie Rollen, um eine Perspektive festzulegen, nicht um sich Autorität zu leihen. Am meisten helfen sie, wenn Sie Feedback wollen: „Lies diesen Bericht als vielbeschäftigte Führungskraft und sage mir, was unklar ist.“\nDie Bausteine zusammensetzen Jeder Baustein grenzt ein, was der Assistent liefern kann. Die Aufgabe allein ergibt einen brauchbaren, aber allgemeinen Text. Mit jedem weiteren Baustein passt die Antwort besser zu Ihrer Lage.\nVon vage zu präzise: Jeder Baustein nimmt dem Assistenten eine Art von Raten ab. Hier ist ein vollständiger Prompt mit allen vier Bausteinen und einem Beispiel. Die Reihenfolge ist eine Gewohnheit, keine Regel. Wichtig ist, dass nichts Wesentliches fehlt.\nAufbau eines vollständigen Prompts für eine alltägliche E-Mail. Müssen alle Prompts so lang sein? Nein. Für schnelle, allgemeine Fragen reicht ein kurzer Prompt, etwa „Erkläre in zwei Sätzen, was eine Pivot-Tabelle ist.“ Längere Prompts lohnen sich, wenn das Ergebnis an andere geht, wenn es auf Details ankommt oder wenn die Aufgabe jede Woche wiederkehrt. Speichern Sie Ihre besten Prompts für genau diese wiederkehrenden Aufgaben. Level 3 zeigt, wie daraus wiederverwendbare Prompt-Vorlagen werden.\nKurz oder lang? Je mehr vom Ergebnis abhängt, desto mehr Bausteine. Die vier Bausteine sind an kein Produkt gebunden. Sie nutzen sie in ChatGPT, Gemini oder jedem anderen Chat-Assistenten, gleich welches Modell dahintersteht. Unsere LLM-Datenbank führt 343 Sprachmodelle, falls Sie sehen möchten, was in den Assistenten steckt. Spezialisierte Tools machen aus manchen Bausteinen Schaltflächen: In einem Schreibtool wählen Sie den Ton zum Beispiel aus einem Menü, statt ihn einzutippen.\nChatGPT (GPT Image)Text-to-Image · KI ist der KernAssistent von OpenAI; erzeugt und bearbeitet Bilder per Texteingabe direkt im Chat. Google Gemini (Nano Banana)Text-to-Image · KI ist der KernAssistent von Google; erzeugt und bearbeitet Bilder mit den Nano-Banana-Modellen. QuillBotSchreiben \u0026amp; Recherche · KI ist der KernSchreibassistent zum Umformulieren, Korrigieren und Zusammenfassen von Texten. Kurzbeschreibungen aus unserem Tool-Vergleich, nach Angaben der Anbieter — nicht von ABXK getestet.\nÜbungen: von vage zu vollständig Üben Sie an drei typischen Anfragen. Entscheiden Sie bei jeder, welche Bausteine fehlen. Vergleichen Sie Ihre Fassung dann mit unserer.\nPrompt-Grundlagen: Rolle, Aufgabe, Kontext und Format (2) Vager Prompt Es fehlt Eine vollständige Fassung „Schreib eine Tagesordnung.“ Kontext, Format „Schreibe eine Tagesordnung für ein 45-minütiges Kick-off-Meeting zum Relaunch unserer Website. Teilnehmende: Marketing, IT und eine externe Agentur. Ziele: den Zeitplan abstimmen und je Team eine Ansprechperson benennen. Eine nummerierte Liste mit Uhrzeiten.“ „Plane unseren Teamtag.“ Kontext, Format „Schlage einen Ablauf für einen halbtägigen Teamtag mit 12 Personen vor. Zwei Teammitglieder nutzen einen Rollstuhl, deshalb müssen alle Programmpunkte barrierefrei sein. Eine Tabelle mit drei Spalten: Uhrzeit, Programmpunkt, was zu buchen ist.“ „Prüf meine Folien.“ Rolle, Kontext, Format „Lies den Folientext unten als Kunde, der unser Produkt zum ersten Mal sieht. Nenne die drei Stellen, die am schwersten zu verstehen sind, jeweils mit einer einfacheren Formulierung. Folien: ### [Text] ###“ Probieren Sie es danach mit Ihrer eigenen Arbeit:\nWählen Sie eine echte Aufgabe aus dieser Woche. Schreiben Sie sie als einen Satz mit einem klaren Verb. Ergänzen Sie zwei, drei Zeilen Kontext. Ergänzen Sie das Format: Länge, Aufbau und Ton. Ergänzen Sie eine Rolle, wenn Sie Feedback oder eine besondere Perspektive wollen. Lassen Sie die Ein-Satz-Fassung und die vollständige Fassung laufen und vergleichen Sie beide Antworten. ▸Eine Vorlage zum Kopieren\n„Handle als [Rolle]. [Aufgabe mit klarem Verb]. Kontext: [Zielgruppe, Zweck, Fakten, Grenzen]. Format: [Länge, Aufbau, Ton]. Stelle mir vor dem Start bis zu drei Fragen, falls etwas unklar ist.“\nFragen Sie sich beim Vergleich zwei Dinge: Welche Fassung brauchte weniger Nacharbeit? Und welcher Baustein hat bei dieser Art von Aufgabe den größten Unterschied gemacht? Die Antworten zeigen Ihnen, wo sich beim nächsten Mal Mühe lohnt.\n","words":1409},"date":"2026-10-14","description":"Die vier Bausteine eines guten Prompts — Rolle, Aufgabe, Kontext und Format — mit Beispielen, einer Vorlage und Übungen für den Arbeitsalltag.","image":"https://abxk.ai/images/cover/prompting-basics-role-task-context-format.webp","json":"https://abxk.ai/de/ai-productivity/learn/prompting-basics-role-task-context-format/index.json","kind":"page","language":"de","learning_path":{"category":"ai-productivity","level":1,"level_name":"Grundlagen"},"modified":"2026-10-14","related_tools":["ChatGPT (GPT Image)","Google Gemini (Nano Banana)","QuillBot"],"section":"ai-productivity","tags":["prompting","ki-assistenten","einstieg","produktivitaet"],"title":"Prompt-Grundlagen: Rolle, Aufgabe, Kontext und Format","translations":[{"json":"https://abxk.ai/en/ai-productivity/learn/prompting-basics-role-task-context-format/index.json","language":"en","url":"https://abxk.ai/en/ai-productivity/learn/prompting-basics-role-task-context-format/"}],"url":"https://abxk.ai/de/ai-productivity/learn/prompting-basics-role-task-context-format/"}