{"author":{"@type":"Person","name":"Alexander Bock","url":"https://abxk.ai/de/autor/alexander-bock/"},"categories":["AI Productivity"],"content":{"markdown":"Eine Folie braucht eine Illustration, ein Newsletter ein Titelbild, ein Social-Media-Beitrag einen Blickfang. **Text-to-Image-Tools** (von Text zu Bild) erzeugen solche Bilder in Sekunden aus einer geschriebenen Beschreibung. Doch das erste Ergebnis ist selten das, was Sie im Kopf hatten — und nicht jedes Bild, das Sie erzeugen können, dürfen Sie auch verwenden.\n\nDieser Artikel ist Teil 5 von Level 1 unseres Lernpfads AI Productivity. Er überträgt die Prompt-Bausteine aus [Teil 1](/de/ai-productivity/learn/prompting-basics-role-task-context-format/) auf Bilder. Sie lernen die fünf Teile eines Bild-Prompts, einen kleinen Stil-Wortschatz und das schrittweise Verfeinern kennen. Außerdem sehen Sie, wo sich typische Fehler verstecken und was Sie vor der Veröffentlichung zu Rechten und Kennzeichnung prüfen sollten.\n\n## So arbeitet ein Bildgenerator\n\nHinter einem Bildgenerator steckt ein Bildmodell. Im Training hat es riesige Mengen an Bildern samt Beschreibungen gesehen und dabei gelernt, welche Wörter zu welchen Formen, Farben und Stilen gehören. Wenn Sie einen Prompt eingeben, sucht es kein vorhandenes Bild heraus. Es erzeugt ein neues, das zu Ihren Worten passt.\n\nDaraus folgen zwei Dinge. Erstens kennt das Modell nur, was Sie schreiben. Was Sie weglassen, füllt es mit etwas Typischem auf: Motiv in der Mitte, durchschnittlicher Stil, beliebiger Hintergrund. Zweitens kann ein Ergebnis bestehenden Werken, Logos oder Figuren nahekommen, weil das Modell aus vorhandenen Bildern gelernt hat. Auch deshalb spielen Rechte eine Rolle.\n\nFür Ihr erstes Bild brauchen Sie kein spezielles Tool: ChatGPT und Google Gemini erzeugen und bearbeiten Bilder direkt im Chat. Spezialisierte Generatoren bieten mehr Kontrolle über Stil und Details. Unser Vergleich führt {{\u003c stat \"area\" \"text-to-image\" \u003e}} [Text-to-Image-Tools](/de/ai-productivity/#area-text-to-image), und unser [ABXK-Ranking der Text-to-Image-Generatoren](/de/ai-productivity/best-text-to-image-generators/) zeigt, welche davon gerade vorn liegen.\n\n{{\u003c tools \"chatgpt google-gemini midjourney ideogram adobe-firefly canva\" \u003e}}\n\n## Die fünf Teile eines Bild-Prompts\n\nEin guter Bild-Prompt beantwortet fünf Fragen: Was ist zu sehen? Wie soll es aussehen? Wie ist das Bild aufgebaut? Wie ist es beleuchtet? Und welche Form hat es?\n\n![Ein Prompt für ein Newsletter-Titelbild, zerlegt in fünf beschriftete Teile: Motiv, Stil, Bildaufbau, Licht und Format](/images/learn/de/create-your-first-ai-image-anatomy.webp \"Aufbau eines Bild-Prompts: fünf Teile, fünf Entscheidungen, die Sie treffen — nicht das Tool.\")\n\n- **Motiv:** was auf dem Bild ist, mit konkreten Details. „Eine weiße Keramiktasse mit aufsteigendem Dampf“ funktioniert besser als „eine Kaffeetasse“.\n- **Stil:** die Anmutung, etwa Foto, flache Illustration oder 3D-Rendering.\n- **Bildaufbau:** Nahaufnahme oder Totale, von oben oder auf Augenhöhe, wo das Motiv steht und wo Platz frei bleibt.\n- **Licht und Stimmung:** weiches Tageslicht, warmes Abendlicht oder Studiolicht; ruhig, fröhlich oder dramatisch.\n- **Format:** das **Seitenverhältnis**, also das Verhältnis von Breite zu Höhe: 16:9 ist breit, 1:1 quadratisch, 9:16 hochkant.\n\nSchreiben Sie die Teile als normale Sätze und beginnen Sie mit dem Motiv. Lange Ketten von Schlagwörtern brauchen Sie nicht.\n\nManche Tools haben zusätzlich ein Feld für das, was Sie nicht im Bild wollen: den **Negativ-Prompt** (in Midjourney: `--no text`). Sonst beschreiben Sie, was zu sehen sein soll: „eine schlichte weiße Wand“ funktioniert besser als „keine Poster an der Wand“.\n\n## Stilwörter, die das Bild verändern\n\nBeim Stil machen wenige Wörter den größten Unterschied. Mit diesen Begriffen können Sie anfangen:\n\n| Stil | Begriffe zum Ausprobieren | Passt gut für |\n|---|---|---|\n| Foto | „Produktfoto“, „Porträtfoto“, „geringe Schärfentiefe“ | Produkte, Essen, Orte |\n| Illustration | „flache Illustration“, „Strichzeichnung“, „Aquarell“ | Blog-Titelbilder, Erklärgrafiken |\n| 3D | „3D-Rendering“, „Knetfiguren-Look“, „isometrische Ansicht“ | Icons, Produktideen |\n| Grafikdesign | „minimalistisches Plakat“, „Sticker“, „kräftige Formen“ | Social-Posts, Einladungen |\n| Handgezeichnet | „Bleistiftskizze“, „Kohlezeichnung“, „Ölgemälde“ | Karten, Moodboards |\n\nErgänzen Sie ein Wort für das Licht (*weiches Tageslicht, goldene Stunde, Studiolicht, Gegenlicht*) und eines für die Perspektive (*Nahaufnahme, Totale, Vogelperspektive, Froschperspektive*) — und dasselbe Motiv sieht völlig anders aus.\n\n{{\u003c callout type=\"tip\" title=\"Den Stil beschreiben, keinen Künstler kopieren\" \u003e}}\nNennen Sie keine lebenden Künstlerinnen oder Künstler, sondern beschreiben Sie, was Ihnen an der Anmutung gefällt: *„kräftige schwarze Umrisse, flache Farben, viel Weißraum“*. So steuern Sie das Ergebnis genauer und ahmen nicht die persönliche Handschrift eines anderen Menschen nach.\n{{\u003c /callout \u003e}}\n\n## Das Format vor dem Erzeugen wählen\n\nLegen Sie fest, wo das Bild erscheinen soll, bevor Sie den Prompt schreiben. Eine Folie braucht ein breites Bild, eine Story auf dem Handy ein hohes. Schneiden Sie ein quadratisches Bild später auf 16:9 zu, fällt womöglich ein Teil des Motivs weg.\n\n![Fünf Rahmen mit gleicher Fläche, aber verschiedener Form, 9:16, 4:5, 1:1, 3:2 und 16:9, jeweils mit typischen Einsatzzwecken](/images/learn/de/create-your-first-ai-image-aspect-ratios.webp \"Übliche Seitenverhältnisse und wofür sie passen. Alle Rahmen haben dieselbe Fläche, nur die Form unterscheidet sich.\")\n\nIn einem Chat-Assistenten schreiben Sie das Format in den Prompt: „Format 16:9“. Midjourney nutzt einen Parameter wie `--ar 16:9`, und bei Canva wählen Sie das Seitenverhältnis laut Anbieter vor dem Erzeugen aus. Bietet Ihr Tool das gewünschte Format nicht an, nehmen Sie das nächstliegende und schneiden Sie mit Bedacht zu.\n\nPlanen Sie auch Text ein. Soll eine Überschrift auf das Bild, bitten Sie um „freie Fläche rechts“ und ergänzen Sie die Wörter später in einem Design-Tool. Level 3 nutzt dieselben Formate für [KI-Videos](/de/ai-productivity/learn/text-to-video-from-script-to-clip/).\n\n## Schritt für Schritt verfeinern statt neu anfangen\n\nIhr erster Prompt ist ein Ausgangspunkt. Viele Tools liefern mehrere Varianten auf einmal, und in einem Chat-Assistenten können Sie um eine weitere Version bitten. Wählen Sie die, die Ihrer Idee am nächsten kommt, und verbessern Sie sie in kleinen Schritten.\n\n![Fünf Schritte: einfach anfangen, Varianten vergleichen, eine Sache ändern, Details bearbeiten, prüfen und exportieren](/images/learn/de/create-your-first-ai-image-refine.webp \"Ein KI-Bild verfeinern: kleine, kontrollierte Schritte statt jedes Mal ein Neuanfang.\")\n\nÄndern Sie pro Runde einen Teil des Prompts. Wer Licht, Stil und Hintergrund zugleich ändert, weiß nicht, welche Änderung geholfen hat. Und wenn ein Ergebnis fast passt, fangen Sie nicht von vorn an: Ein neuer Prompt erzeugt ein völlig neues Bild, und die gelungenen Teile sind weg.\n\nBearbeiten Sie stattdessen die Details. In ChatGPT oder Gemini beschreiben Sie die Änderung im Chat: „Mach den Hintergrund heller. Lass alles andere unverändert.“ Viele Tools lassen Sie außerdem einen Bereich markieren und nur diesen neu erzeugen; das nennt man **Inpainting**. Die Funktion „Generative Füllung“ in Photoshop, angetrieben von Adobes Firefly-Modellen, arbeitet so. **Outpainting** macht das Gegenteil: Es erweitert ein Bild über seine Ränder hinaus, etwa wenn Sie ein breiteres Format brauchen.\n\n## Typische Fehler und wo Sie sie finden\n\nBildmodelle sind deutlich besser geworden, doch manche Fehler kehren immer wieder. Was als kleines Vorschaubild gut aussieht, zeigt in voller Größe oft seltsame Details. Zoomen Sie deshalb immer hinein, bevor Sie ein Bild verwenden.\n\n![Skizze eines erzeugten Bildes mit fünf nummerierten Stellen: Hände, Text, Gegenstände, Gesichter und Hintergrund, jeweils mit dem, was zu prüfen ist](/images/learn/de/create-your-first-ai-image-inspect.webp \"Fünf Stellen, die Sie prüfen sollten, bevor Sie ein KI-Bild verwenden.\")\n\n| Problem | Was Sie sehen | Was hilft |\n|---|---|---|\n| Hände | Sechs Finger, Finger, die verschmelzen oder falsch abknicken | Hände bei einer einfachen Tätigkeit zeigen, aus dem Bild lassen oder nur die Hand bearbeiten |\n| Text im Bild | Falsch geschriebene Wörter, Buchstaben, die es nicht gibt | Den genauen Wortlaut in Anführungszeichen setzen und kurz halten oder den Text später im Design-Tool ergänzen |\n| Anzahl und Position | Vier Tassen statt drei, links und rechts vertauscht | Um weniger Gegenstände bitten, den Rest per Bearbeitung korrigieren |\n| Dieselbe Person auf mehreren Bildern | Das Gesicht ändert sich von Bild zu Bild | Ein Referenzbild oder eine Funktion für gleichbleibende Figuren nutzen, falls Ihr Tool das bietet |\n| Ungewollte Extras | Seltsame Gegenstände, falsche Logos, verbogene Linien im Hintergrund | Den Hintergrund genau beschreiben und Extras per Bearbeitung entfernen |\n| Beliebiger Look | Glatter, austauschbarer „Stockfoto“-Stil | Konkrete Details, ein klares Stilwort und ein Lichtwort ergänzen |\n\nManche Tools setzen genau bei diesen Schwächen an. Laut Anbieter ist Ideogram für korrekten Text im Bild bekannt, und Recraft gibt bearbeitbare Vektorgrafiken aus, was für Logos und Icons nützlich ist.\n\n## Rechte und Kennzeichnung: vor der Veröffentlichung prüfen\n\nEin Bild zu erzeugen, ist leicht. Ob Sie es verwenden dürfen, hängt von den Bedingungen des Tools, den Rechten anderer und den Regeln zur Kennzeichnung ab.\n\n![Drei Spalten: Einsätze, die meist unproblematisch sind, Einsätze, die Sie erst prüfen sollten, und Einsätze, die Sie lassen sollten](/images/learn/de/create-your-first-ai-image-rights.webp \"Erste Faustregeln für die Nutzung von KI-Bildern. Sie ersetzen keine Rechtsberatung.\")\n\n**Die Bedingungen des Tools.** Sie regeln, ob Sie Bilder kommerziell nutzen dürfen und wer welche Rechte hält, und sie unterscheiden sich von Tool zu Tool, teils auch zwischen kostenlosen und bezahlten Tarifen. Lesen Sie sie, bevor Sie ein Bild in einer Anzeige, auf einem Produkt oder in einem Kundenprojekt einsetzen, und halten Sie sich an die Regeln Ihres Unternehmens zu freigegebenen Tools. Adobe etwa gibt an, die eigenen Firefly-Modelle mit lizenzierten und gemeinfreien Inhalten trainiert zu haben, und nennt sie sicher für die kommerzielle Nutzung. Das gilt nicht für die Partnermodelle, die Firefly ebenfalls anbietet.\n\n**Urheberrecht am Ergebnis.** In vielen Ländern, darunter die USA und Deutschland, schützt das Urheberrecht nur Werke, die Menschen geschaffen haben. Ein Bild, das allein aus einem Prompt entsteht, ist deshalb womöglich gar nicht geschützt. 2023 hat das US Copyright Office bei einem Comic den Text und die Anordnung eingetragen, nicht aber die darin enthaltenen Midjourney-Bilder (Quelle: US Copyright Office, Entscheidung zu „Zarya of the Dawn“, 2023, copyright.gov). Für Logos und andere Markenbilder ist das ein echtes Risiko: Sprechen Sie mit Fachleuten für Design oder Recht, bevor Sie eine Marke auf ein erzeugtes Bild bauen.\n\n**Kennzeichnung.** Weisen Sie darauf hin, wenn ein Bild KI-generiert ist, zumindest wenn man es für ein echtes Foto halten könnte. In der EU verpflichtet die KI-Verordnung (AI Act) berufliche Nutzer, die einen **Deepfake** erzeugen, offenzulegen, dass der Inhalt künstlich erzeugt oder manipuliert wurde. Ein Deepfake ist ein KI-erzeugtes Bild, Audio oder Video, das echten Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähnelt und fälschlich als echt erscheinen würde (Quelle: EU-KI-Verordnung, Artikel 3 und 50). Viele soziale Netzwerke verlangen ebenfalls, realistische KI-Inhalte zu kennzeichnen. Manche Tools versehen ihre Bilder mit unsichtbaren Wasserzeichen oder mit Content Credentials, also Metadaten nach dem Standard C2PA. Entfernen Sie diese Markierungen nicht. Wie Sie Deepfakes erkennen, zeigt unser Bereich [AI Security](/de/ai-security/).\n\n{{\u003c callout type=\"warning\" title=\"Die Rechte anderer achten\" \u003e}}\nErzeugen Sie keine realistischen Bilder echter Personen ohne deren Einwilligung, und laden Sie nie Fotos von Kolleginnen, Kollegen oder Kunden ohne Erlaubnis hoch. Fragen Sie nicht nach Logos anderer Firmen oder nach bekannten Figuren aus Filmen, Spielen oder Comics. Auch wenn das Tool nicht ablehnt, kann das Ergebnis Rechte anderer verletzen oder einem Ruf schaden.\n{{\u003c /callout \u003e}}\n\n## Übung: ein Titelbild in vier Runden\n\nProbieren Sie den ganzen Ablauf an einem echten Bedarf aus, etwa einem Titelbild für Ihren nächsten Newsletter. Eine typische Sitzung beginnt mit einem kurzen Prompt — nur Motiv, Stil und Format — und endet mit dem vollständigen Prompt aus der Abbildung zum Aufbau:\n\n| Runde | Was Ihnen auffällt | Was Sie ändern |\n|---|---|---|\n| 1 | Die Tasse steht in der Mitte, für eine Überschrift ist kein Platz | „Tasse im linken Drittel, rechts freie Fläche“ ergänzen |\n| 2 | Das Licht wirkt flach und grau | „weiches Morgenlicht von einem Fenster links“ ergänzen |\n| 3 | Auf der Tasse erscheint ein seltsames Logo | Nur die Tasse bearbeiten: „schlichte weiße Tasse ohne Aufdruck“ |\n| 4 | Das Bild passt | In voller Größe prüfen, als 16:9 exportieren, Bildunterschrift „Bild: KI-generiert“ ergänzen |\n\n{{\u003c callout type=\"try\" \u003e}}\nSchreiben Sie einen Prompt für ein Bild, das Sie diese Woche wirklich brauchen. Erzeugen Sie es, wählen Sie die beste Variante und ändern Sie pro Runde einen Teil. Vergleichen Sie nach vier Runden das erste mit dem letzten Bild: Welcher Teil des Prompts hat den größten Unterschied gemacht? Prüfen Sie dann Hände, Text und Hintergrund in voller Größe, bevor Sie das Ergebnis verwenden.\n{{\u003c /callout \u003e}}","text":"Eine Folie braucht eine Illustration, ein Newsletter ein Titelbild, ein Social-Media-Beitrag einen Blickfang. Text-to-Image-Tools (von Text zu Bild) erzeugen solche Bilder in Sekunden aus einer geschriebenen Beschreibung. Doch das erste Ergebnis ist selten das, was Sie im Kopf hatten — und nicht jedes Bild, das Sie erzeugen können, dürfen Sie auch verwenden.\nDieser Artikel ist Teil 5 von Level 1 unseres Lernpfads AI Productivity. Er überträgt die Prompt-Bausteine aus Teil 1 auf Bilder. Sie lernen die fünf Teile eines Bild-Prompts, einen kleinen Stil-Wortschatz und das schrittweise Verfeinern kennen. Außerdem sehen Sie, wo sich typische Fehler verstecken und was Sie vor der Veröffentlichung zu Rechten und Kennzeichnung prüfen sollten.\nSo arbeitet ein Bildgenerator Hinter einem Bildgenerator steckt ein Bildmodell. Im Training hat es riesige Mengen an Bildern samt Beschreibungen gesehen und dabei gelernt, welche Wörter zu welchen Formen, Farben und Stilen gehören. Wenn Sie einen Prompt eingeben, sucht es kein vorhandenes Bild heraus. Es erzeugt ein neues, das zu Ihren Worten passt.\nDaraus folgen zwei Dinge. Erstens kennt das Modell nur, was Sie schreiben. Was Sie weglassen, füllt es mit etwas Typischem auf: Motiv in der Mitte, durchschnittlicher Stil, beliebiger Hintergrund. Zweitens kann ein Ergebnis bestehenden Werken, Logos oder Figuren nahekommen, weil das Modell aus vorhandenen Bildern gelernt hat. Auch deshalb spielen Rechte eine Rolle.\nFür Ihr erstes Bild brauchen Sie kein spezielles Tool: ChatGPT und Google Gemini erzeugen und bearbeiten Bilder direkt im Chat. Spezialisierte Generatoren bieten mehr Kontrolle über Stil und Details. Unser Vergleich führt 13 Text-to-Image-Tools, und unser ABXK-Ranking der Text-to-Image-Generatoren zeigt, welche davon gerade vorn liegen.\nChatGPT (GPT Image)Text-to-Image · KI ist der KernAssistent von OpenAI; erzeugt und bearbeitet Bilder per Texteingabe direkt im Chat. Google Gemini (Nano Banana)Text-to-Image · KI ist der KernAssistent von Google; erzeugt und bearbeitet Bilder mit den Nano-Banana-Modellen. MidjourneyText-to-Image · KI ist der KernBildgenerator, bekannt für seinen künstlerischen, stilisierten Look. IdeogramText-to-Image · KI ist der KernBildgenerator, bekannt für korrekten Text im Bild, etwa auf Plakaten und Logos. Adobe FireflyText-to-Image · KI ist der KernAdobes generative KI für Bild und Video, eingebaut in Photoshop, Premiere und weitere Creative-Cloud-Apps. CanvaText-to-Image · Software mit KI-FunktionenDesign-Plattform mit eingebautem KI-Bildgenerator und Bearbeitungswerkzeugen. Kurzbeschreibungen aus unserem Tool-Vergleich, nach Angaben der Anbieter — nicht von ABXK getestet.\nDie fünf Teile eines Bild-Prompts Ein guter Bild-Prompt beantwortet fünf Fragen: Was ist zu sehen? Wie soll es aussehen? Wie ist das Bild aufgebaut? Wie ist es beleuchtet? Und welche Form hat es?\nAufbau eines Bild-Prompts: fünf Teile, fünf Entscheidungen, die Sie treffen — nicht das Tool. Motiv: was auf dem Bild ist, mit konkreten Details. „Eine weiße Keramiktasse mit aufsteigendem Dampf“ funktioniert besser als „eine Kaffeetasse“. Stil: die Anmutung, etwa Foto, flache Illustration oder 3D-Rendering. Bildaufbau: Nahaufnahme oder Totale, von oben oder auf Augenhöhe, wo das Motiv steht und wo Platz frei bleibt. Licht und Stimmung: weiches Tageslicht, warmes Abendlicht oder Studiolicht; ruhig, fröhlich oder dramatisch. Format: das Seitenverhältnis, also das Verhältnis von Breite zu Höhe: 16:9 ist breit, 1:1 quadratisch, 9:16 hochkant. Schreiben Sie die Teile als normale Sätze und beginnen Sie mit dem Motiv. Lange Ketten von Schlagwörtern brauchen Sie nicht.\nManche Tools haben zusätzlich ein Feld für das, was Sie nicht im Bild wollen: den Negativ-Prompt (in Midjourney: --no text). Sonst beschreiben Sie, was zu sehen sein soll: „eine schlichte weiße Wand“ funktioniert besser als „keine Poster an der Wand“.\nStilwörter, die das Bild verändern Beim Stil machen wenige Wörter den größten Unterschied. Mit diesen Begriffen können Sie anfangen:\nIhr erstes KI-Bild: Prompts, Stile und Rechte Stil Begriffe zum Ausprobieren Passt gut für Foto „Produktfoto“, „Porträtfoto“, „geringe Schärfentiefe“ Produkte, Essen, Orte Illustration „flache Illustration“, „Strichzeichnung“, „Aquarell“ Blog-Titelbilder, Erklärgrafiken 3D „3D-Rendering“, „Knetfiguren-Look“, „isometrische Ansicht“ Icons, Produktideen Grafikdesign „minimalistisches Plakat“, „Sticker“, „kräftige Formen“ Social-Posts, Einladungen Handgezeichnet „Bleistiftskizze“, „Kohlezeichnung“, „Ölgemälde“ Karten, Moodboards Ergänzen Sie ein Wort für das Licht (weiches Tageslicht, goldene Stunde, Studiolicht, Gegenlicht) und eines für die Perspektive (Nahaufnahme, Totale, Vogelperspektive, Froschperspektive) — und dasselbe Motiv sieht völlig anders aus.\n✦Den Stil beschreiben, keinen Künstler kopieren\nNennen Sie keine lebenden Künstlerinnen oder Künstler, sondern beschreiben Sie, was Ihnen an der Anmutung gefällt: „kräftige schwarze Umrisse, flache Farben, viel Weißraum“. So steuern Sie das Ergebnis genauer und ahmen nicht die persönliche Handschrift eines anderen Menschen nach.\nDas Format vor dem Erzeugen wählen Legen Sie fest, wo das Bild erscheinen soll, bevor Sie den Prompt schreiben. Eine Folie braucht ein breites Bild, eine Story auf dem Handy ein hohes. Schneiden Sie ein quadratisches Bild später auf 16:9 zu, fällt womöglich ein Teil des Motivs weg.\nÜbliche Seitenverhältnisse und wofür sie passen. Alle Rahmen haben dieselbe Fläche, nur die Form unterscheidet sich. In einem Chat-Assistenten schreiben Sie das Format in den Prompt: „Format 16:9“. Midjourney nutzt einen Parameter wie --ar 16:9, und bei Canva wählen Sie das Seitenverhältnis laut Anbieter vor dem Erzeugen aus. Bietet Ihr Tool das gewünschte Format nicht an, nehmen Sie das nächstliegende und schneiden Sie mit Bedacht zu.\nPlanen Sie auch Text ein. Soll eine Überschrift auf das Bild, bitten Sie um „freie Fläche rechts“ und ergänzen Sie die Wörter später in einem Design-Tool. Level 3 nutzt dieselben Formate für KI-Videos.\nSchritt für Schritt verfeinern statt neu anfangen Ihr erster Prompt ist ein Ausgangspunkt. Viele Tools liefern mehrere Varianten auf einmal, und in einem Chat-Assistenten können Sie um eine weitere Version bitten. Wählen Sie die, die Ihrer Idee am nächsten kommt, und verbessern Sie sie in kleinen Schritten.\nEin KI-Bild verfeinern: kleine, kontrollierte Schritte statt jedes Mal ein Neuanfang. Ändern Sie pro Runde einen Teil des Prompts. Wer Licht, Stil und Hintergrund zugleich ändert, weiß nicht, welche Änderung geholfen hat. Und wenn ein Ergebnis fast passt, fangen Sie nicht von vorn an: Ein neuer Prompt erzeugt ein völlig neues Bild, und die gelungenen Teile sind weg.\nBearbeiten Sie stattdessen die Details. In ChatGPT oder Gemini beschreiben Sie die Änderung im Chat: „Mach den Hintergrund heller. Lass alles andere unverändert.“ Viele Tools lassen Sie außerdem einen Bereich markieren und nur diesen neu erzeugen; das nennt man Inpainting. Die Funktion „Generative Füllung“ in Photoshop, angetrieben von Adobes Firefly-Modellen, arbeitet so. Outpainting macht das Gegenteil: Es erweitert ein Bild über seine Ränder hinaus, etwa wenn Sie ein breiteres Format brauchen.\nTypische Fehler und wo Sie sie finden Bildmodelle sind deutlich besser geworden, doch manche Fehler kehren immer wieder. Was als kleines Vorschaubild gut aussieht, zeigt in voller Größe oft seltsame Details. Zoomen Sie deshalb immer hinein, bevor Sie ein Bild verwenden.\nFünf Stellen, die Sie prüfen sollten, bevor Sie ein KI-Bild verwenden. Ihr erstes KI-Bild: Prompts, Stile und Rechte (2) Problem Was Sie sehen Was hilft Hände Sechs Finger, Finger, die verschmelzen oder falsch abknicken Hände bei einer einfachen Tätigkeit zeigen, aus dem Bild lassen oder nur die Hand bearbeiten Text im Bild Falsch geschriebene Wörter, Buchstaben, die es nicht gibt Den genauen Wortlaut in Anführungszeichen setzen und kurz halten oder den Text später im Design-Tool ergänzen Anzahl und Position Vier Tassen statt drei, links und rechts vertauscht Um weniger Gegenstände bitten, den Rest per Bearbeitung korrigieren Dieselbe Person auf mehreren Bildern Das Gesicht ändert sich von Bild zu Bild Ein Referenzbild oder eine Funktion für gleichbleibende Figuren nutzen, falls Ihr Tool das bietet Ungewollte Extras Seltsame Gegenstände, falsche Logos, verbogene Linien im Hintergrund Den Hintergrund genau beschreiben und Extras per Bearbeitung entfernen Beliebiger Look Glatter, austauschbarer „Stockfoto“-Stil Konkrete Details, ein klares Stilwort und ein Lichtwort ergänzen Manche Tools setzen genau bei diesen Schwächen an. Laut Anbieter ist Ideogram für korrekten Text im Bild bekannt, und Recraft gibt bearbeitbare Vektorgrafiken aus, was für Logos und Icons nützlich ist.\nRechte und Kennzeichnung: vor der Veröffentlichung prüfen Ein Bild zu erzeugen, ist leicht. Ob Sie es verwenden dürfen, hängt von den Bedingungen des Tools, den Rechten anderer und den Regeln zur Kennzeichnung ab.\nErste Faustregeln für die Nutzung von KI-Bildern. Sie ersetzen keine Rechtsberatung. Die Bedingungen des Tools. Sie regeln, ob Sie Bilder kommerziell nutzen dürfen und wer welche Rechte hält, und sie unterscheiden sich von Tool zu Tool, teils auch zwischen kostenlosen und bezahlten Tarifen. Lesen Sie sie, bevor Sie ein Bild in einer Anzeige, auf einem Produkt oder in einem Kundenprojekt einsetzen, und halten Sie sich an die Regeln Ihres Unternehmens zu freigegebenen Tools. Adobe etwa gibt an, die eigenen Firefly-Modelle mit lizenzierten und gemeinfreien Inhalten trainiert zu haben, und nennt sie sicher für die kommerzielle Nutzung. Das gilt nicht für die Partnermodelle, die Firefly ebenfalls anbietet.\nUrheberrecht am Ergebnis. In vielen Ländern, darunter die USA und Deutschland, schützt das Urheberrecht nur Werke, die Menschen geschaffen haben. Ein Bild, das allein aus einem Prompt entsteht, ist deshalb womöglich gar nicht geschützt. 2023 hat das US Copyright Office bei einem Comic den Text und die Anordnung eingetragen, nicht aber die darin enthaltenen Midjourney-Bilder (Quelle: US Copyright Office, Entscheidung zu „Zarya of the Dawn“, 2023, copyright.gov). Für Logos und andere Markenbilder ist das ein echtes Risiko: Sprechen Sie mit Fachleuten für Design oder Recht, bevor Sie eine Marke auf ein erzeugtes Bild bauen.\nKennzeichnung. Weisen Sie darauf hin, wenn ein Bild KI-generiert ist, zumindest wenn man es für ein echtes Foto halten könnte. In der EU verpflichtet die KI-Verordnung (AI Act) berufliche Nutzer, die einen Deepfake erzeugen, offenzulegen, dass der Inhalt künstlich erzeugt oder manipuliert wurde. Ein Deepfake ist ein KI-erzeugtes Bild, Audio oder Video, das echten Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähnelt und fälschlich als echt erscheinen würde (Quelle: EU-KI-Verordnung, Artikel 3 und 50). Viele soziale Netzwerke verlangen ebenfalls, realistische KI-Inhalte zu kennzeichnen. Manche Tools versehen ihre Bilder mit unsichtbaren Wasserzeichen oder mit Content Credentials, also Metadaten nach dem Standard C2PA. Entfernen Sie diese Markierungen nicht. Wie Sie Deepfakes erkennen, zeigt unser Bereich AI Security.\n!Die Rechte anderer achten\nErzeugen Sie keine realistischen Bilder echter Personen ohne deren Einwilligung, und laden Sie nie Fotos von Kolleginnen, Kollegen oder Kunden ohne Erlaubnis hoch. Fragen Sie nicht nach Logos anderer Firmen oder nach bekannten Figuren aus Filmen, Spielen oder Comics. Auch wenn das Tool nicht ablehnt, kann das Ergebnis Rechte anderer verletzen oder einem Ruf schaden.\nÜbung: ein Titelbild in vier Runden Probieren Sie den ganzen Ablauf an einem echten Bedarf aus, etwa einem Titelbild für Ihren nächsten Newsletter. Eine typische Sitzung beginnt mit einem kurzen Prompt — nur Motiv, Stil und Format — und endet mit dem vollständigen Prompt aus der Abbildung zum Aufbau:\nIhr erstes KI-Bild: Prompts, Stile und Rechte (3) Runde Was Ihnen auffällt Was Sie ändern 1 Die Tasse steht in der Mitte, für eine Überschrift ist kein Platz „Tasse im linken Drittel, rechts freie Fläche“ ergänzen 2 Das Licht wirkt flach und grau „weiches Morgenlicht von einem Fenster links“ ergänzen 3 Auf der Tasse erscheint ein seltsames Logo Nur die Tasse bearbeiten: „schlichte weiße Tasse ohne Aufdruck“ 4 Das Bild passt In voller Größe prüfen, als 16:9 exportieren, Bildunterschrift „Bild: KI-generiert“ ergänzen ▸Probieren Sie es aus\nSchreiben Sie einen Prompt für ein Bild, das Sie diese Woche wirklich brauchen. Erzeugen Sie es, wählen Sie die beste Variante und ändern Sie pro Runde einen Teil. Vergleichen Sie nach vier Runden das erste mit dem letzten Bild: Welcher Teil des Prompts hat den größten Unterschied gemacht? Prüfen Sie dann Hände, Text und Hintergrund in voller Größe, bevor Sie das Ergebnis verwenden.\n","words":1850},"date":"2026-10-14","description":"Wie Sie Motiv, Stil, Bildaufbau, Licht und Format im Bild-Prompt beschreiben, Ergebnisse verfeinern, typische Fehler beheben und vorab die Rechte prüfen.","image":"https://abxk.ai/images/cover/create-your-first-ai-image.webp","json":"https://abxk.ai/de/ai-productivity/learn/create-your-first-ai-image/index.json","kind":"page","language":"de","learning_path":{"category":"ai-productivity","level":1,"level_name":"Grundlagen"},"modified":"2026-10-14","related_tools":["ChatGPT (GPT Image)","Google Gemini (Nano Banana)","Midjourney","Ideogram","Adobe Firefly","Canva"],"section":"ai-productivity","tags":["text-to-image","bild-prompts","ki-bilder","einstieg"],"title":"Ihr erstes KI-Bild: Prompts, Stile und Rechte","translations":[{"json":"https://abxk.ai/en/ai-productivity/learn/create-your-first-ai-image/index.json","language":"en","url":"https://abxk.ai/en/ai-productivity/learn/create-your-first-ai-image/"}],"url":"https://abxk.ai/de/ai-productivity/learn/create-your-first-ai-image/"}